10 Dinge, die Du in 25 Minuten für Deine Ahnenforschung tun kannst

Mit der Pomodorotechnik habe ich Dir vor kurzem eine Methode vorgestellt, mit der Du konzentriert, effizient und effektiv arbeiten kannst. Dabei geht es darum, die einzelnen Arbeitspakete in Zeitrahmen von 25 Minuten zu unterteilen.

Darauf basierend gibt es jetzt 10 Ideen und Inspirationen für Dinge, die Du in 25 Minuten für Deine Ahnenforschung tun kannst.

Digitalisiere Deine Unterlagen

Viele von uns kennen es. In der Familie kursieren die Fotoalben oder wohlmöglich noch eine Kiste, in der die Fotos lose herumschwirren. Wenn man Glück hat, hat jemand mitgedacht und sie wurden beschriftet. Aber meistens leider auch nicht.

Mach Dich bereit und nutzt einen 25 Minuten Block, um Fotos zu scannen (aber auch Briefe, Postkarten, Dokumente). Gehe dabei mindestens mit einer Qualität von 300 dpi vor, um eine vernünftige Tiefenschärfe hinzubekommen. Denke beim Abspeichern auch daran, Deinen Scans die Metadaten mitzugeben. Mindestens sollte es das Scandatum, Deinen Namen und Kontaktdaten enthalten. Aber noch besser ist es, auch die bekannten Infos über den Inhalt mitzugeben.

Ordne Deine Ablage

Egal ob digital oder analog. Nimm Dir die Zeit, um Deine Dokumente, Bilder, Briefe etc. zu ordnen. Folge dabei Deinem ganz eigenen Ablagesystem. Immer daran denken: Dein Ablagesystem muss FÜR DICH perfekt sein. So, dass Du alles schnell im Zugriff hast. Zur Inspiration stelle ich Dir hier mal mein ganz eigenes System vor.

Research Logs

Falls Du noch keine Research Logs für Deine Ahnenforschung benutzt, kreiere die ersten Research Logs für Deine Vorfahren. Konzentriere Dich am besten auf einen Vorfahren mit einem toten Punkt und gehe nochmal alles durch, was Du über diese Person weisst, wenn Du das Log füllst. Das kann Dir die Forschung immens erleichtern und neue Erkenntnisse bringen. Mehr Infos zu dem Thema Research Logs findest Du auch hier.

Erstelle einen Forschungsplan

Sei es ein Besuch im Archiv, einer Bibliothek oder auch die Forschung im Netz. Vorbereitung ist alles. Ansonsten kann man sich sehr verrennen, ist am Ende nicht schlauer als vorher und total frustriert. Nimm Dir genau vor, wonach Du suchst. Schaue vorher in die Beständeliste des Archivs oder den Katalog des digitalen Anbieters, ob Du das, was Du suchst, dort auch überhaupt finden kannst. Und dann mein Tipp: bleib bei Deiner Liste! Wenn Du rechts oder links etwas anderes interessantes siehst, notiere es Dir und lege es wieder beiseite. Darauf kannst Du Dich ein anderes Mal konzentrieren.

Bildung, Bildung, Bildung

Besonders in den letzten beiden Jahren der Pandemie sprossen die digitalen Angebote nur so aus dem Boden. Virtuelle Vorträge könnte man mittlerweile täglich mehrere anschauen. Spannend wäre es auf jeden Fall, aber sind die dann noch verarbeitbar?

Suche Dir zusammen, was in Deinem Umfeld oder auch virtuell an Veranstaltungen, Kursen, Vorträgen, Workshops etc. angeboten wird, von denen Du auch wirklich etwas hast.

Und wenn es um Bildung bzw. Weiterbildung geht, vergiss die Bücher, Blogbeiträge, Videos nicht, die Du schon immer mal lesen oder sehen wolltest.

Räume Deinen Stammbaum auf

Jedes Programm für die Ahnenforschung hat diverse Reports zum Bereinigen von Daten eingebaut. Bei FTM 2019 ist es z.B. der „Data Error Report“ – und der war schon mehrere Male mein Lebensretter. Nehmt Euch die Fehlerberichte Eures Programms vor und nehmt Euch die 25 Minuten der Pomodorotechnik, um sie Stück für Stück zu bereinigen. Seien es die Tippfehler oder auch die Taufen vor der Geburt. Oder schaut, ob Ihr Duplikate in Eurem Stammbaum habt. Und ich zitiere mal den „Occasional Genealogist“

„Wenn Du nicht weißt, wie Du es bereinigen kannst, weil Du die Information nicht hast – dann gebraucht es einen Forschungsplan“

https://www.theoccasionalgenealogist.com/

Gehe auf die Suche nach Cousins und Cousinen

Nutze die Weiten und die Möglichkeiten des Internets, um Dich auf die Suche nach lebenden Cousins und Cousinen zu machen. Seien es die sozialen Netzwerke wie Facebook, Instagram oder Twitter. Aber auch berufliche Netzwerke wie LinkedIn oder XING können hilfreich sein. Oder benutze einfach mal die bevorzugte Suchmaschine. Es ist manchmal erstaunlich, wo man überall Informationen finden kann.

DNA Forschung

Hast Du einen DNA Test gemacht? Dann lasse ihn nicht nur auf der Seite Deines Anbieters für Dich arbeiten, sondern teile ihn auf kostenlosen Seiten wie gedmatch.com. GedMatch liefert eine Vielzahl von Tools, die bei der Analyse und Kontaktaufnahme mit DNA Matches hilft. Die Analyse der DNA Daten in der Ahnenforschung ist komplex und kann wirklich kompliziert sein. Daher kann eine Seite wie gedmatch.com den Einstieg sehr erleichtern.


Bisher ging es um Deine eigene Forschung – aber manchmal bekommen wir gar keinen Zugang zu unseren eigenen Daten. Es ist kein Fortschritt in Sicht. Dann hilft es manchmal, die eigene Forschung liegen zu lassen und anderen zu helfen.

Schliesse Dich einem Crowdsourcing Projekt an

Es gibt sie immer mehr. Die sogenannten crowdsourcing Projekte. Mitmachprojekte von Vereinen, aber auch Institutionen wie FamilySearch aber auch Unternehmen bitten immer mehr ihre Nutzer um Hilfe. Ein Beispiel dafür sind Indexierungs- oder Transkribierungsprojekte. Hier kannst Du in kleinen Schritten wie den 25 Minuten der Pomodorotechnik z.B. Deine Expertise im Entziffern von alten Handschriften anbieten.

Geh an die frische Luft

Schau doch mal bei Seiten wie billiongraves.com oder FindAGrave.com vorbei und schaut, ob jemand nach Hilfe mit Eurem lokalen Friedhof sucht. Vielleicht ist ein Vorfahr dort beerdigt und jemand sucht nach einem Foto des Grabes? Verbindet einen Spaziergang an der frischen Luft mit der Möglichkeit, jemand anderem zu helfen.


Ich hoffe, da waren ein paar Ideen und Inspirationen für Dich dabei! Lasst es mich wissen, wie Ihr voran gekommen seid.

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