Mein Lebensretter, wenn es um Datenqualität geht

Vor ein paar Tagen setzte ich bei Twitter einen Tweet ab, dass mein „Data Error Report“ doch tatsächlich wieder auf 95 Seiten angewachsen war.

Daraufhin wurde ich gefragt, von welchem Report ich rede, insbesondere, weil ich ihn als meinen Lebensretter bezeichnet habe.

Ich nutze den Family Tree Maker (FTM2017), den hatte ich mir letztes Jahr auf der RootsTech gekauft, um meine 2014er Version upzugraden, nachdem Ancestry aus dem Produkt ausgestiegen war.

Ich nutze FTM2017 in englischer Sprache – ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, ob es auf Deutsch erhältlich ist.

Und hier also eine ausführliche Beschreibung des guten Stücks.

Ihr findet den report unter dem Abschnitt „Publish -> Person Reports“

data error report ftm2017

Mit dem Klick auf „Create Report“ wird der Bericht erstmal für die Person erstellt, die zuletzt bearbeitet wurde.

Ich nutze diesen Bericht immer für alle Personen in meinem Stammbaum, um richtig aufzuräumen. Von daher muss man die Einstellungen einmal ändern.

data error report ftm2017 2

Man muss noch die Berichterstellung noch nicht einmal neu anstoßen. Mit dem Klick auf „All Individuals“ fängt FTM2017 wieder neu an zu berechnen.

Das gute Stück sieht dann so aus,  hier mal ein Auszug.

data error report ftm2017 3

Es gibt verschiedene Kategorien, die von FTM2017 als mögliche Fehler ausgegeben werden.

  1. The xxx date is missing – das können Geburts-, Sterbe- oder Heiratsdaten sein. Diese Info ist gut zum Nachhalten, wo ich nochmal nachschauen muss.
  2. the xxx date is not a valid date – das passiert bei mir gerne mal, wenn ich im Datumsfeld ein „vor“ oder „nach“ oder „circa“ mit eintrage. Zum Beispiel, wenn der Vater bei der Hochzeit der Tochter als verstorben angegeben wird – dann trage ich als Sterbedatum „vor xxx“. Wobei xxx das Hochzeitsdatum der Tochter ist.
  3. Possible duplicate event – das kam bei mir vor, wenn ich Duplikate miteinander verschmolzen habe. Dann werden sämtliche verschmolzene Daten als „Alternativen“ abgespeichert und sind somit auch doppelt. Nervig, aber ganz wichtig, um die Personen nochmal durchzuschauen.
  4. Event xxx contains no data – wenn ich einen Fakt zwar eingetragen habe, aber ohne Datum. Das habe ich mir schnell wieder abgewöhnt, es verwirrt mich nur.

Die bisherigen Kategorien waren für mich eher „administrative Fehler“. Jetzt kommen wir zu den besagten Lebensrettern.

  1. Baptism occured before individual’s birth date – oder dasselbe für Bestattung und Tod. – Bei Fehlern sitzt das Problem ja meistens VOR dem Bildschirm. Hierbei handelte es sich meistens um Tippfehler bei der Datenübertragung. Oder Geburt im Dezember und Taufe im Januar. Und ich habe nicht auf die Jahreszahl geachtet.
  2. Event birth occurs following mother’s death – oder auch nach dem Tod des Vaters. Und obwohl das bei dem Vater sein kann, bei der Mutter ist es biologisch unmöglich 🙂
  3. Den habe ich leider nicht mehr, aber es wird auch darauf hingewiesen, wenn die Mutter bei der Geburt zu jung ist. Ich glaube, die Grenze sind 13 Jahre.

Dieser Bericht hat mir schon mehrere Male den Hintern gerettet 🙂

Mir ist es tatsächlich passiert, dass ich den falschen Bruder als Vater zum Kind zugeordnet hatte. Das ist mir nur aufgefallen, weil der falsche Vater schon lange tot war, als das Kind geboren wurde.

Oder bei einem Gedcom Upload ist es mir passiert, dass das Datumsformat geändert wurde. Aus tt/mm/jjjj wurde mm/tt/jjj – kein Spaß! Ich war nur am Aufräumen. Runtergeladen bei myHeritage, hochgeladen bei Ancestry. Die Datumsformate mochten sich nicht 🙂

Welche Software benutzt Ihr? Ich bin mir sicher, Berichte dieser Art gibt es für fast jedes Angebot.

Und ach ja  .. nach ein paar Stunden „Aufräumens“ liegt mein Bericht jetzt bei 75 Seiten. Mir fehlen also noch viel zu viele Informationen!!

 

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