Research Logs in Evernote

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In meinem Beitrag „Einführung in Evernote“ habe ich Euch ja schon einen kurzen Überblick über das Tool an sich gegeben.

Heute möchte ich Euch konkret vorstellen, wie ich es für meine Research Logs benutze (Man möge mir den englischen Begriff verzeihen, ich habe noch keinen passenden Deutschen gefunden, bin aber für Vorschläge öffen).

Was ist ein Research Log?

Ein Research Log ist eine Aufzeichnung, in der ich nachhalte, wie ich eine Person in meinem Stammbaum erforsche. Es ist also ein lebendes Dokument, welches sich immer wieder ändert.

Der Kernpunkt meiner Research Logs ist eine Tabelle, in der ich eintrage, wann ich wo was über die betroffene Person gesucht habe. Dazu dann auch, was ich gefunden beziehungsweise, was ich nicht gefunden habe. Ich hätte mir viel Zeit in meinem Forscherleben ersparen können, wenn ich das von Anfang an gemacht hätte

Dazu trage ich in meinem Research Log noch die Eltern, Ehegatte(n) und Kinder ein.

Meine Vorlage eines Research Logs

Es gibt gleich mehrere Vorteile für die Nutzung eines Research Logs:

  1. die Vermeidung von Doppel- und Dreifacharbeit, weil ich auch nach Monaten oder Jahren, wenn ich mir die Person nochmal vornehme, genau nachvollziehen kann, was ich schon gemacht habe und was noch fehlt
  2. ich kann auch anderen Forschern zu der Person, mit denen ich zusammen arbeite, zeigen, was schon passiert ist und mit denen abgleichen, was und wo sie geforscht haben.
  3. wenn ich neue Informationen finde, die den bisherigen widersprechen, kann ich genau nachvollziehen, wo ich die Originalinformation her bekommen habe

Warum die Version in Evernote*

Selbstverständlich muss ich mein Research Log nicht online bei Evernote führen. Erstens gibt es noch andere Anbieter, mit denen Ihr vielleicht besser zurecht kommt. Und zweitens kann man das eigene Log auch analog in einem Notizbuch oder einer Kladde führen. Oder Ihr baut Euch eine Vorlage in Word. Das funktioniert alles!

Der Vorteil von einer digitalen Onlineversion, die dazu auch noch in der Cloud liegt?

Es gibt auch hier mehrere Vorteile. Als erstes ist anzuführen, dass ich durch die Synchronisierung in der Cloud überall Zugriff auf meine Notizen habe. Egal, wo ich bin und wo ich forsche, benötige ich nur einen Rechner mit Internetzugriff, um arbeiten zu können.

Aber jetzt kommen wir zu den Vorteilen durch die Nutzung von Evernote*.

Hashtags

Ihr habt doch wohl nicht gedacht, dass Ihr hier um meinen Lieblingssatz „vergesst die Hashtags nicht“ herum kommt? Nein, auch bei den Research Logs benutze ich Schlagworte. Das ist zum einen immer der Familienname, dann die Orte, die mit der Person zusammen hängen und wenn ich es schon weiß, auch das Archiv oder die Onlinesammlung, in der ich forschen muss.

Die Verlinkung

Ich zeige Euch das mal anhand eines Beispiels des Research Logs von meinem 5x Urgroßvater Johann Kilian SCHMIDT.

Ihr könnt hier sehen, dass ich letztes Jahr im September fleissig nach ihm gesucht habe.

Der farbliche Unterschied zwischen den Angaben zum Vater sowie den Ehefrauen und den Kindern ist die Verlinkung. Da ich zu dem Vater ausser dem Namen bisher noch keine Infos habe, mit denen ich forschen könnte, habe ich für ihn noch keinen Research Log angelegt.

Aber es gibt sowohl für die beiden (bisherigen) Ehefrauen als auch für die Kinder einzelne Research Logs. Und diese sind hier verlinkt. Das heisst, ich habe auf einen Klick gleich Zugriff auf andere Personen in der Familie von Johann Kilian Schmidt. Wenn ich also in einer Unterlage oder einem Dokument auch Hinweise auf eines oder mehrere seiner Familienmitglieder finde, kann ich sehr schnell umschalten.

Ich öffne mir dafür die Notizen mit einem Klick der rechten Maustaste einem neuen Tab in meinem Browser. Das ist für mich am einfachsten.

Ihr seht auch, dass ich das Dokument, in welchem ich die Informationen gefunden habe, verlinke. In diesem Beispiel handelt es sich um einen einen Permalink auf die Kirchenbuchseite in Archion. In anderen Beispielen verlinke ich direkt auf das Dokument in meiner Dropbox*.

So habe ich wieder alles griffbereit.

Alles zusammen bringen

Und mit den Aufgaben, die ich auch in dem Research Log aufnehme, bringe ich dann alles zusammen. In dem Beispiel oben sieht man, dass ich ein Todesdatum für Johann Kilian Schmidt bestätigen bzw. widerlegen muss.

Ich kann Evernote* für meine Ahnenforschung so quasi von allen Seiten angehen. Ich kann mir die Übersicht meiner Aufgaben anschauen und von dort in die dazu passenden Notizen gehen. Oder ich konzentriere mich auf eine Person und bewege mich von dort in die Aufgaben.

Oder ich nehme mir über die vergebenen Hashtags (Schlagworte) einen Familiennamen oder einen Ort vor.

Die Hashtags sind auch großartig, um einen Tag im Archiv vorzubereiten. Ich sortiere mir die Notizen nach dem Archivschlagwort und konzentriere mich im ersten Gang nur auf diese Personen.

Ihr seht, Evernote* kann Euch das Leben als Familienforscher wirklich einfacher machen.

Wie ist das bei Euch? Welche Tools nutzt Ihr zur Vereinfachung?

Ein Gedanke zu “Research Logs in Evernote

  1. Pingback: 10 Dinge, die Du in 25 Minuten für Deine Ahnenforschung tun kannst | Die Welten verbinden

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