Ordnung ist das halbe Leben

… heisst es jedenfalls.

Und bei der Organisation der Familienforschung kann ich dem nur zustimmen. Eine gewisse Ordnung erleichtert das Forscherleben ungemein.

Und für sich das eigene Ordnungssystem zu finden, kann eine Herausforderung sein. Und aus meiner Erfahrung der letzten 20 Jahre weiß ich auch, es gibt nicht nur EIN System, welches für alle passt.

Auch ich habe in den letzten Jahren immer wieder etwas neues ausprobiert. Auch, weil ich gerne neue Tools und Software teste, um zu schauen, ob es nicht noch etwas besseres gibt.

Aber Tools hin und Software her, vom Grundsatz her blieb meine Art, meine Familienforschung zu organisieren, immer gleich.

Und in diesem Jahr teile ich in meinem Blog gerne mal, wie ich die Dinge so mache. Was bei mir gut läuft – und auch, was nicht. Aber auch Tools und Software.

Dazu ein paar Tips, wie man sich das Leben einfacher machen kann und welchen „neuesten geilen Scheiß“ man sich auch sparen kann.

Einfach muss es sein

Und heute fange ich mal mit dem grundlegenden an. Ich arbeite hauptsächlich digital. Das heißt, wenn möglich bestelle ich nur digitale Dokumente und keine Papierversionen mehr. Auch drucke ich Downloads nicht mehr aus, wie ich es früher gemacht habe. Und um auf dem Rechner nicht durcheinander zu kommen, benötige ich dafür ein sauberes Ablagesystem mit einer klaren Ordnerstruktur.

Auch hier habe ich immer mal wieder etwas anderes ausprobiert. Ich habe bei anderen Forschern verschiedene Ansätze gesehen und mir gedacht „das klingt ja super, das mache ich auch“. Das ging dann für ein paar Monate gut, bis ich total den Überblick verloren habe.

Und am Ende des Tages landete ich immer bei dem, was sich für mich am besten anfühlte. Einem sehr einfachen und übersichtlichen Ablagesystem.

Meine Ordnerstruktur sieht im ersten Level folgendermaßen aus:

Ihr seht, ich habe alle meine Daten in der Dropbox Cloud. So kann ich von überall darauf zugreifen – Nomadin, die ich bin.

Archive

Dort finden sich grundsätzliche Informationen zu Archiven aber auch meine Korrespondenz mit ihnen, Anfragen, Rechnungen etc.

Bücher

Eigentlich selbsterklärend – dort finden digitale Versionen von Büchern oder auch Blogartikel oder Handouts zu Vorträgen, die ich besucht habe (online oder offline)

Orte

Hier gibt es für jeden Ort, für den ich etwas zum Zuordnen habe, einen eigenen Unterordner

In den einzelnen Ordnern finden sich unter anderem Fotos aus den Orten, wie z.B. von Friedhöfen oder Kirchen. Aber auch Abschriften von Kirchenbüchern und meine handschriftlichen Notizen werden hier abgespeichert. Und zusätzlich speichere ich dort auch alles an Adressen, die ich für diesen Ort benötige (Heimatvereine, Pfarrbüros, Bibliotheken etc.)

Personen

Es gibt unendlich viele Möglichkeiten der Ablage von Dokumenten. Für mich hat sich die Sortierung nach Personen als am Besten herausgestellt.

Bei mir hat also jede Person einen eigenen Ordner. Hier sieht man „meinen“. In dem Hauptordner „Personen“ folgt einer pro Buchstabe des Nachnamens – ich orientiere mich dort an dem Geburtsnamen. Dann ein weiterer für der Nachnamen (dort finden sich dann alle meine SCHMIDT) und der letzte ist dann der für die Person – also für mich. Und dort arbeite ich mit dem Nachnamen zuerst, gefolgt von allen Vornamen (ich habe leider nur einen) und dem Geburtsjahr.

Mit diesem System arbeite ich am besten. Ich habe auch schon Familienordner ausprobiert, bin aber immer an Geburtsnamen und Ehenamen gescheitert. Für mich hat eine Person bei der Geburt einen Namen und mit dem arbeite ich.

Ja, ich bin mir bewusst, dass es legale Namensänderungen gibt, davon habe ich auch ein paar in meinem Stammbaum. Wenn die Namensänderung bei einer Person NACH der Eheschliessung vorkommt, bleibe ich bei dem GEBURTSNAMEN, ansonsten nehme ich den neuen legalen Namen.

Und die Namensgebung für die gespeicherten Dokumente folgt dann der Ordnerstruktur:

Nachname Vorname(n) Geburtsjahr Art des Dokuments

Dieses System funktioniert für mich am besten. Übrigens auch analog. Auch meine Ordner sind so sortiert. Immer nach Namen, denn die sind oft die einzige Konstante für eine Person.

Wie sieht das bei Euch aus? Was hat sich für Euch bewährt?

Teilt es mir doch gerne in den Kommentaren mit. Ich lerne gerne dazu!

8 Gedanken zu “Ordnung ist das halbe Leben

  1. Pingback: 10 Dinge, die Du in 25 Minuten für Deine Ahnenforschung tun kannst | Die Welten verbinden

  2. Pingback: Einführung in Evernote | Die Welten verbinden

  3. Ähnlich Händel ich das digitale archivien auch… Und dann krame ich alles nach einer Weile hervor und finde meinen Ansatz nicht 😀
    Ich hab mittlerweile meine Zweige als Familienpuzzle und riesige Karten für den Teppich zum Puzzeln erstellt – die Personen, die noch „offen“ sind, kann ich dann direkt weiter suchen/puzzeln.

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